Ingenieurbaukunst als Zukunftsarbeit
Das 7. Symposium Ingenieurbaukunst – Design for Construction fand am 28. November 2025 in Hamburg sowie online statt und widmete sich unter dem Titel Ingenieurbaukunst der Stadt der Frage, wie Ingenieurbauwerke zur klimaresilienten, funktionalen, lebenswerten und identitätsstiftenden Stadt beitragen können. Grundlage bildete das aktuelle Jahrbuch Ingenieurbaukunst 2026. Durch die Veranstaltung führte nbau Chefredakteur Dr. Bernhard Hauke, der die zentrale Bedeutung ingenieurtechnischer Leistungen für nahezu alle Aspekte urbaner Entwicklung hervorhob.
Ingenieurbaukunst 2026 an Hamburger Bausenatorin Karen Pein übergeben
Am 28. November 2025 fand im Hamburger Wälderhaus das 7. Symposium Ingenieurbaukunst – Design for Construction statt. Bei dieser Gelegenheit übergaben der Präsident der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau, Dr. Stefan Weihrauch, und Dr. Bernhard Hauke für den Verlag Ernst & Sohn der Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Karen Pein, die neue Ingenieurbaukunst 2026.
Rückblick 6. Symposium Ingenieurbaukunst – Design for Construction
Klimagerechte und zuverlässige Infrastrukturen
Das 6. Symposium Ingenieurbaukunst hatte klimagerechte und zuverlässige Infrastrukturen zum Thema. Moderator und nbau Chefredakteur Bernhard Hauke sagte zu Beginn, dass neben Sicherheit und Erhalt der in die Jahre gekommenen Infrastrukturen unseres Landes auch hier Nachhaltigkeitsaspekte eine immer größere Rolle spielen. Basierend auf Essays und Projekten aus dem neuen Jahrbuch Ingenieurbaukunst will das Symposium #6_IngD4C diese Themen diskutieren.
Rückblick 5. Symposium Ingenieurbaukunst – Design for Construction
Schlussdiskussion – Konstruktion & Material mit geringem Klimafußabdruck
Für Norbert Gebbeken gibt es zwar viele gute Ideen und Möglichkeiten zur Verringerung des Klimafußabdrucks beim Bauen, die rechtlichen und vertraglichen Bedingungen der Umsetzung verhindern diese jedoch häufig. Fachkundige Bauherren müssten hier voranzugehen und Studierende stärker eingebunden werden. Laura Lammel berichtete, dass Innovationen bei der Bauausführung schwierig seien. So müsse bei der Planung immer auch gleich die Ausführung bedacht werden. Lucio Blandini berichtete, dass bei uns die Auflagen für die Planenden sehr hoch seien.
Rückblick 5. Symposium Ingenieurbaukunst – Design for Construction
Alte Bauweisen modern
Matthias Oppe von knippershelbig hob hervor, dass Lehm als Baustoff CO2-neutral ist und mittlerweile auch Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 und 2 machbar sind. Beim Weleda-Campus wurden die unteren 8 m der Fassade aus Stampflehm mit einer charakteristischen Druckfestigkeit von 2,4 N/mm² ausgeführt. Um eine Begrenzung von Rissbreiten zu erreichen, wurden Geogitter in den Stampflehm eingebaut.
Rückblick 5. Symposium Ingenieurbaukunst – Design for Construction
Beton & Co. neu und alt gedacht
Die mittleren Temperaturen sind seit 1965 dramatisch angestiegen. Erste Prognosen zu den Auswirkungen stammen ebenso aus dieser Zeit, so Manfred Curbach von der TU Dresden. Gehandelt wurde jedoch viel zu wenig und so sei der Klimawandel inzwischen als ernsthaftes Problem zu betrachten. Deshalb forderte Curbach, einen zusätzlichen Grenzzustand der Klimaverträglichkeit bei der Tragwerksplanung zu berücksichtigen.